Jetzt bin ich endlich mal wieder auf eine interessante Blog-Parade gestoßen. Christine Aberger vom Zell am See-Kaprun Blog fragt, warum wir gerne wandern, was unsere Motivation dazu ist. Das Thema ist mir aus mehreren Gründen wichtig, deshalb werde ich mal einen längeren Text dazu schreiben.

Bank im Ahrtal

Wandern - für die Seele

Es hört sich ein wenig komisch an, doch finde ich Wandern total entspannend. Nach den ersten Metern, wenn man langsam in die Bergwelt oder den Wald eintaucht verschwindet die übliche Hektik und die störenden Umweltgeräusche unserer urbanen Lebensräume. Erst dann merkt man richtig, das die Natur ein ganz anderes Orchester voller Klänge ist, das, je nachdem wo man wandert, mal lauter und mal leiser ist. Doch egal ob lautes Frösche quaken, Vogelgezwitscher, der Wind in den Bäumen, das leise Gluckern des Gebirgsbaches oder das Donnern des Wasserfalls - die Klänge sind immer natürlich und eine Wohltat für Seele und Körper. Die Füße tragen einen von Ort zu Ort, die Gedanken schweifen umher und man erhält ganz neue Sichtweisen und Ideen.

Es würde mich auch mal interessieren, wie es ist eine gewisse Strecke alleine zu gehen, zum Beispiel vier Tage auf dem Rheinsteig. Leider musste das aus Zeitmangel bis jetzt warten. Aber ich stelle es mir sehr…wie soll man sagen…spirituell vor. Wer das Buch “Ich bin dann mal weg” von Hape Kerkeling gelesen hat, weiß sicher was ich meine…

Wandern - für die Gesundheit

Eine weitere Rolle, warum Wandern ein toller Zeitvertreib ist, spielt die Gesundheit. Es geht doch ganz gut auf die Kondition, wenn man eine bergige Strecke meistern möchte. Das schöne ist dabei, das jeder sich die passende Strecke aussuchen kann. Ungeübte fangen mit kurzen und flachen Routen an, andere wollen vielleicht lieber direkt von München nach Venedig wandern (auch ein Traum von mir). Man sollte auch nicht das Glücksgefühl unterschätzen, wenn man den Aufstieg zum Gipfel geschafft hat und abgekämpft, aber total glücklich die Aussicht ins Tal genießen kann.

Wandern - Ein Erlebnis

Wandern ist nicht langweilig - im Gegenteil! Ich wurde schon als Kind von meinen Eltern auf vielen Touren mitgenommen und es hat mir nicht geschadet. Ich bin der Meinung, dass dieser frühe Umgang mit der Natur eher förderlich ist und außerdem kann man, als Kind oder Erwachsener, viel entdecken. Letztens war ich mit meiner Freundin im Ahrtal wandern (da fällt mir ein, da muss ich noch einen Eintrag schreiben). Direkt zu Beginn haben wir eine Blindschleiche gesehen, die sich wagemutig über den Weg schlängelte. Das sind Erlebnisse, die man sonst kaum machen kann. Außerdem ist es einfach eine tolle Beschäftigung, der man alleine, zu zweit oder in einer Gruppe nachgehen kann. Weißbier und Brotzeit auf der Hütt’n oder das leckere Eis danach sind dabei das I-Tüpfelchen auf einem wunderschönen Tag!

So, das war mal meine Meinung zum Thema Wandern. Ich würde mich über euer Feedback oder eigene Erfahrungen und Meinungen machen. Wer Lust hat kann auch gerne bei der Blog-Parade mitmachen.

Noch eine kleine Anmerkung, da es doch immer wieder Umweltsäue gibt:

Alles was man auf den Berg trägt, kann man auch wieder runtertragen! Also sammelt euern Müll wieder ein!